Titel:

Reflexion

Ein Film von:

Katharina Johrend,
Lea Wolf

Lehrveranstaltung:

Real Irreal
Kursinfo

Real Irreal

Licht, Kamera, Schnitt, Ton, Effekte, Timing, Pacing, Rhythmus, Studio, Aussendreh und vieles mehr. Grundlagen in Sachen Film In diesem Kurs erlernen wir die Grundbegriffe des Filmemachens und beschäftigen uns inhaltlich mit dem komplexen Verhältnis von Realität und Illusion. Welche gestalterischen und technischen Mittel stehen uns zur Verfügung? Und wie schaffen wir es, als totale Anfänger tolle Filme zu machen?


Grundlagen Film (2. Semester)

2017 Sommersemester

Beschreibung:

Unser Film beschäftigt sich mit dem Abstrahieren des Lebens im Büro. Durch das Befinden der Schauspieler in einem fast komplett schwarzen Raum, geht das Gefühl des eigentlichen Raums fast vollkommen verloren. Durch diese Reduzierung des Umfeldes wirken Sound und Szenen präziser und surreal. Fast wie auf einer Theaterbühne. Die Szenen umfassen nicht nur das Büro an sich, sondern schließen alle alltäglichen Situationen, vom Ankleiden der Hauptperson bis hin zur Bahnfahrt wieder in Richtung Zuhause, mit ein. Die Sounds sollen nicht nur die Gegebenheiten und Geräuschwahrnehmung in den jeweiligen Situationen erläutern, sondern auch die Gefühlswelt der Darsteller begleiten. Unser wichtigstes Medium, das wir für unseren Film verwendet haben, war ein Rahmenspiegel. Mithilfe dieses Spiegels konnten wir zwei verschiedene „Welten“, die des Bürolebens und die des Alltags, zu einer vereinen, sodass sie oft nicht zu unterscheiden waren. Das was somit real schien, war in Wirklichkeit eine irreale, konstruierte Situation. Durch abdunkeln des Raumes konnten wir eine Art „Nicht-Raum“ schaffen, indem man sich kaum an Anhaltspunkten entlang hangeln konnte. Nur die Spiegel, Personen und Gegenstände beschrieben das Büroleben und konnten unterstützt von den Sounds eine lebhafte Büroatmosphäre schaffen. Durch die Verwandlung bestimmter Gegenstände in Andere, durch den Spiegel, wird der Übergang von Alltagsleben zu Büroleben ausgedrückt. Somit entsteht ein schwammiges Gesamtbild, was den Zuschauer zunächst verwirren mag, bei näherem Hinsehen jedoch die erhoffte Wirkung begreifen lässt. Außerdem haben wir versucht auf aufdringliche Farben zu verzichten und lediglich die Krawatten der Schauspieler heben sich von dem sonst schwarz und weiß lastigen Gesamtbild etwas ab. Davon haben wir uns erhofft, einen langweiligen Büroalltag surreal erscheinen zu lassen, da Hemd und Krawatte im Büro heute Gang und Gebe sind, jedoch der Ort des Ganzen nicht als richtiger Ort zu erfassen ist und den Zuschauer verwirrt.