Titel:

Orbiting

Ein Film von:

Lea Wolf

Lehrveranstaltung:

Ich! Ich! Ich!
Kursinfo

Ich! Ich! Ich!

Glashäuser der Selbstherrlichkeit und Kathedralen des Ich Wir beleuchten den Drang und Zwang zur Selbstdarstellung in den sozialen Medien und versuchen eigene künstlerische Positionen abzuleiten und bewegte Bilder zu produzieren. Soziokulturelle Hintergründe, die Frage nach eigener Identität und die Befindlichkeiten der Generation Z sind unsere Ausgangspunkte. Dabei heben wir aber nicht den moralischen Zeigefinger oder üben uns in billiger Medienkritik. Wir wollen ganz unbedarft den Reizen der sozialen Medien erliegen und unsere von Warhol versprochenen 15 Minuten Weltruhm abholen. Wir inszenieren uns, unser Leben, unseren Alltag. Wir überhöhen, idealisieren, verzerren unsere Lebenswirklichkeit und jedes noch so banale Detail. Wir kreieren unsere eigene Realität – Glashäuser der Selbstherrlichkeit und Kathedralen des Ich. Von der Ideenfindung über die ersten Skizzen, hin zu ausgearbeiteten Styleframes und Designboards – die Vorproduktion wird einen wesentlichen Teil einnehmen. Entwerfen, Verwerfen, Variieren bestimmen unser Tagesgeschehen. Dabei erproben wir uns in möglichst vielen unterschiedlichen Stilen und Darstellungsformen, bevor wir uns an die Produktion wagen. Kleine Fingerübungen sorgen zwischendurch für eine gewisse Lockerheit, guten Arbeitsfluss und großen Output. Ein Kurs von Roman Wolter


Projektkurs (ab 4. Semester)

2019 Sommersemester

Beschreibung:

Orbiting ist ein Phänomen, das vor allem in Social Media auftritt und ist die Erweiterung von Ghosting. Der plötzliche Kontaktabbruch nach ausgiebigem Treffen und das trotzdem anhaltende „starken“ der Social Media Profile der abgewiesenen Person kennzeichnen den Begriff Orbiting. In diesem Film sind die einzelnen Schritte des Orbiting dargestellt. Das Eintauchen in die digitale Welt, das verwandeln in eine andere Person, ein Synonym. Das durchscrollen und liken von Bildern auf Instagram und das ständige Beobachten und Überwachen von vermeintlich interessanten Personen. Man wird überall beobachtet und Zuschauer befriedigen ihren Drang nach neuen Informationen mit freizügigen Bilder von verletzlichen Menschen. Doch was bleibt uns am Ende, wenn wir auftauchen, aus dieser scheinbar wunderbaren Welt? Nichts.

FHWS Fakultät für Gestaltung

Fotografiert und Animiert: Lea Wolf
Betreut von: Roman Wolter
Sound: Metek__Zreen_Toyz_-_05_-_Rising_Terror – Free Music Archive
Semester: 6. Semester